Ausflug zur Wartburg
Im Rahmen des Religionsunterrichts zum Thema „Reformation“ fuhren die Dritt- und Viertklässler mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Pöhler und Frau Kastl am Mittwoch, den 1. Juli 2026 nach Eisenach zur Wartburg. Da der Organisator Herr Pfarrer Fischer leider erkrankt war, begleitete uns stellvertretend die Rektorin Frau Sturm.
Bei Regenwetter begann die Fahrt mit dem Bus um 7.45 Uhr in der Poststraße in Bad Weißenstadt. In Münchberg fuhren wir auf die Autobahn A9 in Richtung Berlin, anschließend auf die A4 in Richtung Dresden. Leider mussten wir aufgrund einiger Unfälle lange Staus in Kauf nehmen und unsere Ankunftszeit verspätete sich um eineinhalb Stunden. Mit eingelegten Pausen auf Raststationen zum Essen und Austreten kamen wir dann gegen 12.30 Uhr auf dem Parkplatz unterhalb der Wartburg an. Ein steiler Aufstieg mit vielen Treppenstufen erwartete uns. Im strömenden Regen erreichten wir nach zwanzig Minuten etwas durchnässt den Burgeingang. Nach einer kurzen Verschnaufpause konnte das gebuchte Programm beginnen. Während die dritte Klasse durch die imposante Burganlage geführt wurde, erwarteten uns Maleika und Gustav, zwei Studenten, zum Workshop im Palas. Dort waren zwölf Stationen mit Informationen über das Leben von Luther aufgebaut. Jeder von uns bekam ein Klemmbrett mit Aufgaben, die gelöst werden sollten. Das war spannend: Mit einer Gänsefeder und Tinte den eigenen Namen zu schreiben, war gar nicht so einfach. Druckbuchstaben in Spiegelschrift zu entziffern und selbst ein Bild von der Wartburg an einer Druckpresse herzustellen, erinnerte uns doch an den Besuch der Saurierpresse in Bayreuth! Alte Silbermünzen zu wiegen und die Kleidungsstücke Luthers richtig zu benennen, bereitete uns allen Spaß. Die Zeit verging wie im Flug. Unsere beiden Betreuer waren beeindruckt von unserem Tun und verabschiedeten uns nach knapp zwei Stunden.
Wir stellten uns nun zur Burgführung an, während die Drittklässler mit dem Workshop starteten. Ein freundlicher Herr erwartete uns am Informationsstand und überreichte jedem ein Headset, damit wir ihn bei seinen Erklärungen gut verstehen konnten. Er führte uns in das Schlafgemach der Ritter, das im Gegensatz zu dem der Frauengemächer mit über 4 Millionen Mosaiksteinchen an den Wänden, eher etwas spärlich eingerichtet war. Über die Kapelle gelangten wir in den Speisesaal. Die Wandbilder zeigten den Lebenslauf der Hl. Elisabeth von Thüringen. Wir lauschten aufmerksam den interessanten Erklärungen unseres Burgführers. Der Sängersaal befand sich im obersten Geschoss der Burg und war beeindruckend groß. Dort finden immer wieder Konzerte sowie die Entlassungsfeier für die Abiturienten aus Eisenach statt. Hier endete unsere Führung und wir durften selbständig die Lutherstube ausfindig machen und das Museum erkunden. Danach trafen wir uns bei sonnigem Wetter auf dem Burgplatz mit den Drittklässlern und genossen ein Eis und die herrliche Aussicht. Gegen 16.30 Uhr traten wir die Heimreise an. Nach einer halbstündigen Rast am Hermsdorfer Kreuz kamen wir gestärkt und mit vielen gesammelten Eindrücken um 20 Uhr in Bad Weißenstadt an, wo uns unsere Eltern wohlbehalten in ihre Arme schlossen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Busfahrer Sascha für die sichere Fahrt und bei unseren Lehrerinnen für diesen unvergesslichen Ausflug herzlich bedanken.





























