Lesepaten zu Besuch

Am Freitag, den 15.11.2019, beteiligte sich unsere Schule am bundesweiten Vorlesetag, bei dem sich insgesamt über eine halbe Million Menschen beteiligten. Ausgeht diese Initiative von der Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn Stiftung sowie von DIE ZEIT.

Das vorgeschlagene Motto in diesem Jahr lautete „Sport und Bewegung“. Auf Anfrage erklärten sich sofort Vertreter verschiedener Weißenstädter Vereine bereit eine Lesepatenschaft zu übernehmen.

Herr Beck, Vorsitzender des Turnvereins, übernahm die Patenschaft für die 1. Klasse. Mit einer Geschichte von Gudrun Mebs aus dem Buch „Oma schreit der Frieder“ las er in der Turnhalle vor.

Danach durften die Kinder sich bewegen. Nach einem Spiel und einer Gymnastikübung trainierten sie Rollen und Reaktionsfähigkeit.

„Das war schön“, hörte man die Erstklässler nach dem tollen Vorlesetag!

Die 2. Klasse mit dem Thema Fußball zog sich zuerst einmal in der Sporthalle um und hörte, natürlich eine Fußballgeschichte, die uns Frau Nicole Gesell vorlas. In der höchst „schlammigen“ Geschichte ging es um ein äußerst wichtiges Endspiel einer Jugendmannschaft, das beinahe im Wasser versank.

 

Nach einem glücklichen Ende der Geschichte ging es zum Training mit Frau Sabine Prell und Frau Nicola Gesell. Die Klasse musste Ballgeschick und Ausdauer zeigen und konnte am Ende ihr Können in einem Endspiel unter Beweis stellen.

Danke den beiden Fußballerinnen für den gelungenen und sehr abwechslungsreichen Vorlesetag!

 

Mutproben im Vorlesen und Turnen

Der Landeshistoriker und Heimatforscher Adrian Roßner war zu Gast in der dritten Klasse. In einer gemütlichen Leseatmosphäre las er aus dem Buch „mutig, mutig“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer abschnittsweise vor und zog sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen gekonnt in seinen Bann.

Schon der Buchtitel wies darauf hin, dass es um das große Thema Mut ging.  Es wird von einem ganz gewöhnlichen Tag aus dem Leben der vier Freunde Maus, Schnecke, Frosch und Spatz erzählt, die sich am Ufer des Weihers treffen und nicht so recht wissen, was sie anfangen sollen. Schließlich schlägt der Frosch einen Wettbewerb vor, bei dem jeder zeigen soll, wie mutig er ist. Die Freunde sind begeistert und überlegen, was sie Mutiges machen können. Die Maus entscheidet sich dazu, einmal quer durch den Weiher und wieder zurück zu tauchen. Der Frosch, der sonst Mücken frisst, würgt eine große Seerose mit Stumpf und Stiel hinunter. Die Schnecke will aus ihrem Schneckenhaus kommen, einmal um ihr Haus kriechen und es dann wieder „anziehen“. Alles gelingt. Jede Mutprobe wird mit Applaus belohnt.  Die Mutprobensituation ändert sich aber, als der Spatz an der Reihe ist. Er verkündet nämlich mit kurzem Zögern: „Ich mache nicht mit!“ Nach einem Moment der Fassungslosigkeit erkennen die Freunde jedoch, dass der Spatz gerade auch wahren Mut bewiesen hat.

Herr Roßner verstand es, den Kindern anschaulich zu vermitteln, dass jeder anders funktioniert, dass die Herausforderungen nicht für jeden gleich sind und dass man auch unter Freunden nicht alles mitmachen muss, was die anderen tun, um dazu zu gehören. Der Vorleser bestärkte die Geschichte in dem Vorhaben, Mut auch im Nicht-Mitmachen zu erkennen. Er selbst bewies auch Mut und erklärte seinen Zuhörern, dass er mit Sport nicht so viel anfangen könne, es aber toll fände, im Anschluss die Kinder in die Turnhalle zu begleiten und beim Bewegungsparcours zuschauen zu dürfen. Die Klassen- und Sportlehrerin Gabriele Kastl hatte passend zum Thema in der Sporthalle einen Geschicklichkeitsparcours aufgebaut, wo die Drittklässler Mut beim Klettern, Balancieren und Springen zeigen konnten. Auch wenn es bei dem einen oder anderen etwas länger dauerte, bewiesen alle Zivilcourage an den verschiedenen Stationen und steigerten dadurch auch ihr Selbstbewusstsein.

 

Die Viertklässler hatten als Lesepaten den Bürgermeister der Stadt Weißenstadt – Herrn Frank Dreyer zu Gast. Er las den Schülern aus seinem Lieblingsbuch der Kindheit – „Fußballweltmeisterschaft in Deutschland – Tor, Tor, Tor“ (1974) vor.

Dabei wählte er zwei besondere Kapitel bzw. Spiele aus.

 

Zum einen das Spiel der Spiele „BRD-DDR“, bei dem die BRD im Volkspark in Hamburg gegen die DDR verloren hat. Zum anderen das Abschlussspiel „Deutschland“ gegen „Polen“, bei dem Deutschland als Weltmeister im eigenen Land hervorging.  Ein Spiel, das unter besonderen Wetterverhältnisse begangen wurde, denn es regnete vor Spielbeginn wolkenbruchartig und man musste das Spielfeld erst einmal von den Wassermassen befreien, um es mit 30 minütiger Verspätung beginnen lassen zu können.

Im Anschluss probierte Herr Dreyer- selber Trainer beim Tischtennisverein Weißenstadt- einige Trainingsmodule wie beispielsweise das „Trippeln“ eines Tischtennisballes auf der Vorder-oder Rückhand bzw. das gegenseitige Hin- und Herspielen mit und ohne Tischtennisplatte.

Zum Ende der Trainingseinheit lud Herr Dreyer die Schüler zu einem Probetraining in die Angerhalle ein und gab jedem als Ansporn für das häusliche Training einen Tischtennisball mit nach Hause.

Wir danken Herrn Dreyer recht herzlich für die Zeit, die er sich an diesem Tag genommen hat und für das erste „Schnuppern“ einer Tischtennistrainingseinheit!

 

 

AKTION VORLESEPATEN IM NOVEMBER 2019

Neben der Aktion „Vorlesetag“ gab es an unserer Schule ebenso die Aktion „Vorlesepaten“. Die Kinder durften sich eigene Vorlesepaten aus der Verwandschaft suchen und sich Geschichten vorlesen lassen.

An dieser Aktion beteiligten sich 59 Kinder. Es wurden insgesamt 597 Geschichten von verschiedensten Paten vorgelesen.

DANKE an alle Vorleser!

Die Kinder meldeten zurück, dass Vorlesen etwas ganz Besonderes und Persönliches ist.